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Pfarrei Sinz, St. Dionysius

Die Pfarrei „Dionysius“ Sinz wird erstmals im neunten Jahrhundert in den Büchern von St. Matthias Trier erwähnt. Sinz ist Pfarrort und hat eine Kirche, die dem heiligen Dionysius geweiht ist. Unter der Schreibform „Sinciche“ wird Sinz dann in einer Urkunde des Erzbischofs Albero von Trier (1131-1152) unter den 76 Pfarreien, die alljährlich zum Grab des hl. Lutwinus nach Mettlach pilgerten, genannt.

Erste urkundliche Erwähnung erfährt Sinz im Jahre 1148. Papst Eugen III. bestätigt dem Abt Bertulf von St. Eucharius (dem späteren Stift St. Matthias Trier) den Besitz und die Rechte des Klosters, darunter „Senciche“ mit Kirche und Zehnten.

Im Jahre 1657 bei einer Visitation war die mit zwei Altären ausgestattete Kirche „St. Dionysius“ zu SYNTZ in einem „trostlosen Zustand“, ja teilweise gar ruiniert. Anno 1683 wurde dann eine neue Kirche errichtet.

Bei der Reorganisation der Diözesan- und Pfarrgrenzen im Jahre 1803 (also nicht nur heute stehen und standen Neuorganisationen an!!) kam Sinz als Filiale zur Pfarrei Tettingen, behielt aber immer einen eigenen Vikar.

Ein weiterer und wohl wichtigster „Meilenstein“ in der Kirchengeschichte von Sinz ist das Jahr 1839. Nachdem bis zu diesem Zeitpunkt Sinz in Tettingen eingepfarrt war, entsandten die Sinzer eine Abordnung zum Bischof nach Trier, um den Neubau einer Kirche und damit die Eigenständigkeit der Pfarrei wieder zu erwirken. Zuvor wurde eine entsprechende Bittschrift an „Seine Majestät, den König von Preußen, Großherzog vom Niederrhein“ nach Berlin entsandt, in der die Probleme der Sinzer geschildert wurden und um Mithilfe bei der Neuerrichtung der Pfarrei gebeten wurde. Dieser Brief vom 20. März ist im Original noch in Sinz erhalten. Nachdem man schließlich einige Zugeständnisse machte, wurde dem Ansinnen der Sinzer stattgegeben. Und so wurde am 15. Mai 1839 die Pfarrei „St. Dionysius“ Sinz wieder errichtet. Im selben Jahre bauten die Sinzer (360 an der Zahl) ein neues Pfarrhaus sowie eine Schule. 1844 wurde die Kirche neu aufgebaut, wobei der Turm der alten Kirche aus dem Jahre 1683 erhalten blieb.

Im zweiten Weltkrieg in einer der schlimmsten Panzerschlachten im „Orscholz-Riegel“ wurde Sinz und auch die Kirche fast dem Erdboden gleich gemacht. Pfarrer Anton Niederprüm, der von Trier am 25. Oktober 1945 nach Sinz als Pfarrer entsandt wurde, baute dann nach und nach mit den Sinzern auch die Kirche wieder auf und am 12. November 1950 wurde die Kirche dann benediziert und ihrer Bestimmung übergeben.

In den zurückliegenden Jahren hat die Pfarrei einige Innen- und Außensanierungen an der Kirche vorgenommen, zuletzt wurde 2012 der Altarraum neu gestaltet und am 30. September 2012 fand die feierliche Altarkonsekration durch Weihbischof Robert Brahm statt.

 
Pfarreiengemeinschaft Perl, Biringerstraße 5, 66706 Perl
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